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Häufig gestellte Fragen


Woran erkenne ich, dass mein Kind Legastheniker ist oder ich selbst betroffen bin?

- Gelingt es Ihnen /Ihrem Kind mühelos sich Dinge vorzustellen: einen Baum, ein Haus oder eine Katze?
- Haben Sie oder hat Ihr Kind Schwierigkeiten in einem oder mehreren der folgenden Bereiche:
- in der Rechtschreibung
- beim Lesen
- beim Nacherzählen oder Zusammenfassen von Texten
- beim Sprechen
- beim Rechnen
- mit der Handschrift
- in der Aufmerksamkeit
- in der Motorik (Geschicklichkeit)
- im Gleichgewicht
- bei der korrekten Wahrnehmung seiner Umgebung
- im verstehenden Lernen

- Haben Sie beide Fragen mit JA beantwortet, so verfügen Sie / Ihr Kind über die Begabung und die Schwierigkeiten, die der Legasthenie bzw. angrenzenden Problemen zu Grunde liegen!

Worin besteht das Talent eines Legasthenikers?


- Wer sich Dinge, die nicht wirklich in diesem Moment sichtbar sind, vorstellen kann, hat ein Wahrnehmungstalent!
- Er kann bildhaft denken! – Nicht jeder Mensch verfügt in so ausgeprägter Weise über diese Fähigkeit, wie ein Legastheniker! – Und er kann sich das vorgestellte Objekt von allen Seiten betrachten – seine Phantasie ist beweglich!
- Architekten brauchen dieses Talent, um ihren Beruf ausüben zu können – z.B. der dänische Architekt Jørn Utzon, der 1957 die Oper in Sydney entwarf sagt von sich, dass er Legastheniker ist.
- Erfinder wie Leonardo da Vinci oder Albert Einstein konnten durch ihre Phantasie so kreativ sein.
- Entdecker werden von ihrer Phantasie geleitet und finden verborgene Städte wie Schliemann Troja.
- Ärzte brauchen Phantasie, um aus den verschiedenen Symptomen eines Patienten, die Ursache der Erkrankung zu erkennen.
- Schriftsteller, Philosophen schaffen mittels ihrer Phantasie Neues…

Wie kann Legasthenie korrigiert werden?


Die Schwierigkeiten der Legasthenie werden durch Verwirrung bzw. Desorientierung erzeugt. Um sie zu korrigieren ist es notwendig, dass der Betreffende lernt, sich aus diesem Zustand zu befreien und korrekt wahrzunehmen. Das ist Ziel der Davis®-Legasthenie-Beratung. Im Weiteren geht es darum, verwirrende Symbole zu finden, zu erlernen und zu beherrschen. Gezielte Lernübungen helfen dem Betreffenden, seine Phantasie für ein verstehendes Lernen zu nutzen und so eine größere Effektivität zu erreichen. Übungen zur Entspannung, zur Energieeinteilung und zum kreativen Lernen ergänzen das Programm und sorgen für einen Gewinn an Selbstvertrauen.

Wieso werden auch andere Schwierigkeiten, wie Rechenschwäche, Dysgraphie, ADS / ADHS zum Themenbereich der Legasthenie gezählt?


Die Ursachen für diese Auffälligkeiten sind denen der klassischen Legasthenie ähnlich.
So z.B.:
- Desorientierung durch Symbole oder Begriffe
- unverstandene Ansprache, die auf Grund der Abstraktion kein Bild enthält
- zeitliche Desorientierung
- unzureichende Außenwahrnehmung und das Unvermögen sich auf die Vorgaben anderer einzustellen
- bildlose Lerninhalte aufzunehmen und zu verstehen
Diese Probleme können innerhalb einer Beratungswoche bearbeitet werden, deshalb zählen sie innerhalb der Davis®-Beratung mit zum Themenbereich Legasthenie.

Wieso Einzelberatung?


- Die Probleme jedes einzelnen Betroffenen sind so unterschiedlich, dass es einer individuellen Beratung bedarf.
- Nur dadurch kann die für die Beratung notwendige Intensität gewährleistet werden.

Warum wird die Beratung in Form einer Intensivberatungswoche abgehalten?


- Ziel der Beratung ist es, neue Lernstrategien zu erarbeiten und ungeeignete Verhaltensmuster aufzulösen. Diese Aufgabe ist nur zu bewältigen, indem über einen längeren Zeitraum intensiv gemeinsam daran gearbeitet wird und das Erlernte weitest möglich vertieft wird. Das braucht Zeit!

Warum Knete als Arbeitsmaterial?


- Dinge, die ich selbst hergestellt habe, sind mir vollkommen vertraut, ich habe sie „begriffen“ im umfassenden Sinne.
- Es gibt keinen geeigneteren Werkstoff, der dem kreativen Potential der Klienten besser gerecht würde.
- Aus Knete kann immer Neues entstehen und Misslungenes kann verschwinden und sich verwandeln.

Wieso werden kleine bildlose Worte behandelt, die schreibt mein Kind doch richtig?


- Sie sind die am meisten gebrauchten Wörter in der deutschen, englischen, französischen Sprache.
- Trotzdem ist ihre Bedeutung für einen Bilddenker nicht vorstellbar. Es bleibt ein blinder Fleck…


Wie groß sind die Erfolgschancen einer solchen Woche?


- Eine Beratungswoche nach der Davis-Methode führt immer zu einer Verbesserung der Lernchancen des Einzelnen.
- Wie groß die dauerhafte Veränderung im Lernverhalten, der Aufmerksamkeit und des Verhaltens ist, hängt von der Intensität der Weiterarbeit ab. Dabei geht es immer um Kontinuität.
- Die Zeitdauer der Weiterarbeit ist entscheidend, nicht die Menge des bewältigten Materials!

Was passiert nach der Beratung?


- Der Klient wird mit einem Übungsprogramm entlassen, welches auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen ist. Danach sollte er in regelmäßigen Abständen Kontakt zum Berater aufnehmen, um die gesteckten Ziele neu zu formulieren und um eventuell auftretende Probleme sofort klären zu können.

Kann eine Beratung meinem Kind schaden?


- Nein, weil sie immer auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt ist und sich niemals gegen den Willen des Betreffenden richtet!


Wann ist mein Kind alt genug für eine solche Beratungswoche?


- Wenn es darunter leidet, etwas nicht so zu können, wie es seinen Wünschen entspricht und seinem Alter angemessen ist.
- Wenn es seine Schwierigkeiten selber bemerkt und verändern möchte. – Die Tatsache, dass Eltern oder Lehrer unzufrieden sind und eine Veränderung wünschen, ist nicht ausreichend!
- Im Allgemeinen ab ca. 9 Jahren. Für Kinder mit starken Verhaltensauffälligkeiten ist ein früherer Zeitpunkt denkbar. Das Programm würde in diesem Fall vor allem auf das Verhaltensproblem ausgerichtet werden. Die eventuell zusätzlich vorhandene Lernproblematik klärt sich meist durch eine Veränderung der Außenwahrnehmung.

Eine spezielle Förderung vor oder mit dem Schulbeginn finden Sie unter der Rubrik: Davis für Lernanfänger.